
Zwölf Interface-Klicks gegen drei: So unterschiedlich fällt bei zwei Radionik-Softwaretiteln der Weg bis zur eigentlichen Datensicherung aus. Diese Differenz war für mich der eigentliche Anlass, die beiden Programme nicht nach ihren Raten-Datenbanken zu vergleichen, sondern nach Datenschutz – nach dem, was mit Fotos, Symptomlisten und Geburtsdaten passiert, sobald sie einmal im System liegen. Radionik-Sicherheit taucht in keinem der Verkaufsvideos auf, aber für einen Ingenieur, der 32 Jahre lang Abnahmeprotokolle unterschrieben hat, ist sie der erste Prüfpunkt, nicht der letzte. Gesundheitsdaten sind in dieser Auswertung kein Nebenschauplatz, sondern der ganze Grund, warum ich mir die Exportfunktionen überhaupt genauer angesehen habe.
Was bei jeder Analyse an Daten entsteht
Bei jeder radionischen Auswertung sammelt sich mehr an digitalem Material an, als die Werbetexte vermuten lassen. Hochauflösende Fotos gelten als 'Zeugen' für die Analyse, dazu kommen ausführliche Symptombeschreibungen, gelegentlich Notizen zur psychischen Verfassung und, je nach Software, Adress- und Geburtsdaten. Nach der DSGVO Artikel 9 gelten Gesundheitsangaben als besondere Kategorie personenbezogener Daten, und genau da hört für mich der Spaß auf. Edelgard, eine Bekannte aus Irenes Recherche-Umfeld, würde bei so einer Einstufung als Erstes fragen, woher genau diese Zuordnung stammt – eine Gewohnheit, die ich mittlerweile für vernünftiger halte als die meisten Marketingversprechen der Kursanbieter.

Ein Kurs-Video zur Datensicherheit lud bei mir mit sichtbarem Ladebalken, bis die Gesamtlänge feststand: 47 Minuten für ein Thema, das sich in fünf Sätzen hätte klären lassen. Ich blieb dran bis zur Erklärung der Exportmaske, bei Minute neun kam dann der Satz, die Rate schütze sich durch ihre eigene Frequenz selbst – an der Stelle habe ich abgebrochen und die Passage als nicht belastbar eingestuft. Eine Verschlüsselungsarchitektur sieht anders aus.
Lokal oder Cloud – der Sicherheitsvergleich
Die Intuition sagt, lokal sei sicherer, weil die Daten die eigene Festplatte nie verlassen. Nur ist ein Privatanwender selten ein guter Systemadministrator. Am Standort Rheinhafen haben wir gelernt, dass die größte Schwachstelle fast nie die Verschlüsselung selbst ist, sondern das ausbleibende Update. Eine lokale Software, die seit zwei Jahren kein Sicherheits-Patch gesehen hat, bleibt trotz Passwort ein offenes Scheunentor.
Bei einer cloudbasierten Lösung, die im Hintergrund automatische Sicherheitsupdates einspielt und mit AES-256 verschlüsselt, sieht die Rechnung anders aus: Der Anbieter wehrt Angriffe ab, von denen ein Heimanwender an seinem Windows-Rechner nichts mitbekommt. Wie sich die beiden Programme insgesamt in der Bedienung unterscheiden, ist eine andere Rechnung, die in einen eigenen Systemvergleich gehört – hier zählt nur, wessen Update-Rhythmus zuverlässiger ist. Wer dazu mehr wissen möchte, findet in meinem Bericht zur MeineRadionik Premium Videokurs Hilfe weiterführende Hinweise zu Softwarefragen.

Zwölf Klicks gegen drei
Titel A braucht zwölf Interface-Klicks bis zur eigentlichen Datensicherung, Titel B kommt mit drei aus, und weniger Klicks bedeuten hier nicht automatisch weniger Sicherheit, wie ich zunächst dachte. Bei einer der beiden Lösungen führten genau sieben Klicks zu den Exporteinstellungen, und was ich dort fand, war ernüchternd: ein unverschlüsselter Export als CSV-Datei, direkt im Standard-Download-Ordner von Windows abgelegt. Der Handrücken registriert die Kühle des Monitors, wenn ich näher rücke, um zwei Exportmasken nebeneinanderzuhalten – Titel A verlangt vorher ein Passwort für den Container, Titel B fragt gar nicht erst danach.
Irene wirft einen Blick auf den Bildschirm, als die ungeschützte CSV-Datei auftaucht, und fragt nur, ob das jetzt bedeutet, dass jeder ihre Schmerzpunkte lesen kann, der sich an den Rechner setzt. Eine Antwort darauf hatte ich in dem Moment nicht, die ich ihr gerne gegeben hätte.
Das Glossar verrät mehr als jede Werbung
Titel B liefert ein Glossar mit 45 Seiten technischer Dokumentation, Titel A begnügt sich mit ein paar erklärenden Absätzen im Hilfe-Menü. Ein Anbieter, der offenlegt, wie und womit er verschlüsselt, gibt mir als Prüfer etwas in die Hand, das sich nachvollziehen lässt. Ein Anbieter, der stattdessen nur behauptet, die Rate schütze sich selbst, liefert keine Architektur, sondern eine Behauptung ohne Beleg.
Wie sich Lizenzmodelle und Update-Zyklen der beiden Anbieter im Detail unterscheiden, ist noch mal ein eigenes Thema für sich, genau wie die Frage, was eine Modulstunde am Ende tatsächlich kostet – das rechne ich an anderer Stelle vor. In dieser Software-Analyse ging es mir ausschließlich darum, was mit den Daten passiert, sobald man einmal bezahlt hat.
Fünf Datenschutz-Tipps, bevor ihr speichert
Für den Hausgebrauch reicht eine Handvoll Prüfschritte, keine medizinische Beratung – dafür bin ich Ingenieur, kein Arzt, und eure Schmerztherapie gehört in die Hände eurer Neurologin oder der Rheuma-Ambulanz. Achte zuerst auf die Verschlüsselung: AES-256 ist der Standard, den auch Behörden nutzen, und wenn die Hilfe-Datei nur von 'Speichern' redet, ist Skepsis angebracht. Läuft die Software über eine Cloud, gehört eine Zwei-Faktor-Authentisierung dazu – ein Passwort allein ist wie eine Signalleuchte ohne Strom, es bringt nichts, sobald es geknackt ist. Ein Backup zählt zudem erst dann, wenn du die Wiederherstellung tatsächlich einmal getestet hast und nicht nur die Sicherungsdatei angelegt hast; wie man das systematisch protokolliert, beschreibe ich in meinen Notizen zum Thema Radionik Software Daten exportieren.
Bei den Fotos lohnt sich außerdem die Frage, ob wirklich das Gesicht drauf sein muss oder ob ein neutraler Ausschnitt für die Analyse reicht. Wer lokal speichert, sollte die Datenbank zusätzlich in einen verschlüsselten Container legen, etwa mit einem Tool wie Veracrypt – ein zweites Schloss vor der eigentlichen Festplatte.
Am Ende bleibt die Entscheidung zwischen zwei Risikoprofilen, keine zwischen richtig und falsch. Wer selten Updates einspielt und wenig Lust auf Systemadministration hat, ist mit einer geprüften Cloud-Lösung, die Ende-zu-Ende verschlüsselt und automatisch patcht, in der Praxis besser bedient als mit der eigenen Festplatte im Reihenhaus. Wer dagegen die volle Kontrolle über den physischen Speicherort will und bereit ist, selbst zu patchen, Backups zu testen und einen verschlüsselten Container zu pflegen, für den bleibt die lokale Lösung die konsequentere Wahl. Beides ist vertretbar. Nur der unverschlüsselte CSV-Export in den Standard-Download-Ordner ist es nicht – das ist, unabhängig vom gewählten System, keine Datensicherung, sondern eine offene Tür.