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MeineRadionik Premium Videokurs Erfahrungen nach dem ersten Modul für Einsteiger

MeineRadionik Premium Videokurs Erfahrungen nach dem ersten Modul für Einsteiger – Nussbaumtisch mit Ringbuch und Laptop im Test
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Diese Frage – was einen Kurs unterscheidet, der hält, was er verspricht, von einem, der nur gut aussieht – lag am Freitagabend auf meinem Nussbaumtisch, zusammen mit dem A4-Ringbuch, dessen Ledergriffe an den Registern inzwischen so viele Kerben haben wie früher meine Ordner am Rheinhafen. Draußen zog die letzte Turmberg-Bahn des Tages ihre Runde, drinnen blätterte Irene im Nebenzimmer eine Seite um. Seit ihrer Diagnose Fibromyalgie im Januar 2023 gehe ich systematisch durch, was der deutschsprachige Markt an Radionik-Angeboten hergibt – meine ersten Radionik-Erfahrungen mit dem MeineRadionik Premium Videokurs, einem Angebot, das sich ausdrücklich an Einsteiger richtet und mit einer durchnummerierten Modul-Struktur wirbt statt mit vagen Heilsversprechen. Wer drei Jahrzehnte lang Abnahmeprotokolle für Schienensignale geschrieben hat, findet darin die einzige Tür, durch die er in ein Thema wie alternative Schmerztherapie überhaupt hineingeht.

Zur Ordnung vorweg: Diese Auswertung enthält Affiliate-Verlinkungen, über die ich bei einem Kauf eine Provision bekomme, ohne dass sich dein Preis ändert. Besprochen werden hier ausschließlich Kurse, die ich selbst durchgearbeitet und Modul für Modul im eigenen Ringbuch dokumentiert habe. Kein Heilpraktiker, kein Arzt, keine medizinische Ausbildung, nur ein pensionierter Entwicklungsingenieur mit einer Tabellen-Gewohnheit und einer Frau, deren Rheuma-Ambulanz-Termine unverändert weiterlaufen. Was ich hier aufschreibe, ersetzt keinen Facharzttermin und keine multimodale Schmerztherapie.

Der Nussbaumtisch wird zum Prüfstand für die erste Radionik-Erfahrung

Nachdem die Neurologin Irene nur Schmerzmittel, Bewegung und Abwarten mit auf den Weg gegeben hatte, habe ich die alternative Landschaft wie ein Lastenheft aufgerollt. Der MeineRadionik Premium Videokurs war mein erster Prüfling, gekauft über DigiStore24, weil er mit zwölf Hauptmodulen und drei Anhang-Kapiteln eine Gliederung versprach, die meinem Bedürfnis nach einer Betriebsanleitung entgegenkam. Wer drei Jahrzehnte Schienensignale koordiniert hat, misstraut jedem System ohne klare Struktur.

Beim Übertragen der Modul-Überschriften ins Ringbuch spürte ich den vertrauten Widerstand der Feder auf dickem Papier, fast so, als würde ich wieder ein neues Projekt bei Siemens Mobility aufsetzen. Mein Ziel war schlicht: herausfinden, ob hinter der Kursfassade eine Logik steckt, die ein technisches Hirn akzeptiert, ohne sich selbst zu belügen.

Radionik-Erfahrungen im Ringbuch: Detailaufnahme handschriftlicher Notizen und Füllfederhalter auf dem Nussbaumtisch

Zwölf Module und 197 Euro in der Praxis

Der Kurs ist kein kurzer Nachmittagssnack. Bei rund vierzehn Stunden Gesamtlaufzeit und einem Kurspreis von 197 Euro liegt man bei etwa vierzehn Euro pro Modulstunde, dem höchsten Wert im Radionik-Trio – wie sich das im Detail einordnet, rechne ich an anderer Stelle durch. Manche Kursmodule arbeiten außerdem mit sogenannten Raten, numerischen Codes für Zustände – auch das ein Thema, das ich an anderer Stelle ausführlicher seziere.

In einem anderen Vergleich, den ich für die Funktionsmerkmale von Radionik-Software erstellt habe, schneidet der Kurs didaktisch bereits gut ab. Die strenge Durchnummerierung sticht heraus, wichtig für Leute wie mich, die nervös werden, wenn Software-Interfaces ohne Kontext auftauchen. Ruprecht Kämmerer, ein ehemaliger Kollege aus der Signaltechnik-Abteilung, hätte an dieser Stelle vermutlich nach einer Norm gefragt, auf die sich das Ganze stützt – er hält grundsätzlich nichts für technisch belastbar, das ohne IEC-Verweis daherkommt. Geschickt habe ich ihm das Modul trotzdem, nur um seine Reaktion zu sehen.

Kurz reingeschaut hat auch Irene, die Diagramme gesehen und trocken gemeint, solange ich nicht versuche, sie an eine Steckdose anzuschließen, sei alles in Ordnung. Recht hat sie.

Modul 1 für Einsteiger: Grundlagen ohne Messfehler

Modul 1 konzentriert sich auf Grundlagen und Installation, und genau das ist für technisch weniger versierte Anwender der kritische Punkt – viele scheitern schon daran, ein Programm überhaupt lauffähig zu bekommen. Der Kurs führt hier Schritt für Schritt durch und erklärt, was die Software MeineRadionik im Kern eigentlich tut.

Dreißig Jahre Signalkoordination bringen eine gewisse Gelassenheit gegenüber komplexen Systemen mit sich, dachte ich mir, während der Kursleiter im Video endlich die Verbindung zwischen Hardware und Software-Logik herstellte. Bis zu diesem Punkt wirkte das Ganze auf mich reichlich ätherisch. Sobald man begreift, dass die Software im Kern als eine Art Datenbank-Interface funktioniert, wird die Sache greifbarer – ein Punkt, den ich an anderer Stelle ausführlicher zwischen Kurs und reiner Software abwäge.

MeineRadionik Premium Videokurs Software-Oberfläche neben Taschenrechner für die Euro-pro-Modulstunde-Rechnung

Vom Blackbox-Gefühl zum Interface-Verständnis kommen

Bevor ich den Kurs überhaupt startete, hatte ich versucht, die Software auf eigene Faust zu bedienen – ein klassischer Messfehler erster Ordnung. Fast eine Stunde klickte ich mich durch die Untermenüs, um am Ende festzustellen, dass ich keine Ahnung hatte, was die ausgegebenen Werte bedeuteten. Eine Blackbox, ungefähr so nützlich wie ein Oszilloskop ohne Tastköpfe.

Im Vergleich dazu wirkt die EasyRadionik Software deutlich reduzierter – das Hauptmenü kommt mit sieben Einträgen aus, während MeineRadionik auf vierzehn kommt. Ihr Glossar zählt allerdings nur 34 Begriffe, für eine Dokumentation, wie ich sie für Irenes Zustand führen wollte, fast zu wenig. Wer die einzelnen Klick-Wege und Bedienschritte im Detail nachvollziehen will, findet das im Leitfaden für die Heimanwendung – hier genügt die Feststellung, dass der Premium-Kurs auf die volle Komplexität vorbereitet, die schlanke Variante nicht.

Wo ich abgebrochen habe – und was danach half

Modul 3 habe ich bei Minute 12 abgebrochen – die Ausführungen zur feinstofflichen Anatomie überschritten meine ingenieurmäßige Toleranzgrenze deutlich. Zwei Tage später, mit frischem Tee, habe ich es zu Ende geschaut, aber für meine Datensammlung waren die ersten zwölf Minuten irrelevant. Auch bei den Heilungsversprechen der Radionik filtere ich: Jedes System hat Verschleiß und externe Störgrößen, das lehrt dreißig Jahre Betriebstechnik. Den Körper als Informationssystem zu begreifen, bleibt trotzdem eine interessante Arbeitshypothese – mehr behaupte ich nicht.

Ottfried Bömmel, ein Mitlesender aus demselben Forum, in dem ich seit einer Weile mitlese, hat mir dazu geschrieben, kurz nachdem ich selbst einen Beitrag über Modullängen gepostet hatte. Er gibt gern und häufig Kauftipps, meist ohne Preisvergleich und ohne Zeitangabe – auch diesmal riet er zum Premium-Kurs, ohne zu sagen, wie lange er selbst dafür gebraucht hat. Nützlich war der Hinweis trotzdem, einfach weil er von jemandem kam, der die gleichen Module vor mir durchgearbeitet hat.

Die multimodale Schmerztherapie, für die Irene sich Anfang 2023 auf eine Warteliste hatte setzen lassen, kam erst nach acht Monaten Wartezeit an die Reihe – und wurde dann kurzfristig abgesagt. Seitdem sammle ich eben, was der Markt sonst hergibt, ohne daraus eine Heilsgeschichte zu machen. In der zehnten Woche meiner Radionik-Durchsicht griff Irene beim Steuerkram ohne zu zögern nach dem dicken Aktenordner im obersten Regalfach – vor einem Jahr hätte sie mich gebeten, das für sie zu übernehmen. Ob das an einer Rate aus dem Kurs lag, an der Jahreszeit oder schlicht an einem guten Tag, kann ich technisch nicht sauber trennen. Für diese eine Woche war es einfach so, und mehr schreibe ich dazu nicht in mein Ringbuch.

Blick vom Schreibtisch in Karlsruhe-Durlach auf den Turmberg – Freitagabend-Pause während der Radionik-Erfahrungen

Ein Fazit nach der ersten Prüfphase ziehen

Mein Fazit nach diesem ersten Modul und der Sichtung der gesamten Kursstruktur: Der MeineRadionik Premium Videokurs passt zu Leuten, die eine klare Gliederung brauchen, um sich überhaupt auf ein Thema wie Radionik einzulassen. Wer nur kurz reinschnuppern will und lieber bei Zahlen statt Software bleibt, findet im Zahlen Code Kurs ein Angebot aus einer anderen Kategorie – Numerologie statt Radionik, für mein Ringbuch nicht einschlägig, aber als Randnotiz erwähnenswert für alle, die nach einer sanfteren Tür suchen.

Die brauchbarste Lehre aus diesem ersten Modul: Rechne dir die Stunden gegen deinen eigenen Kalender aus, nicht gegen das Versprechen im Verkaufstext – eine klare Modul-Gliederung nützt wenig, wenn sich in deinem Freitagabend-Rhythmus keine vierzehn Stunden dafür finden lassen. Ich werde mein Ringbuch weiterführen, Modul für Modul, so wie früher jede Komponente einzeln geprüft wurde, bevor das Gesamtsystem freigegeben ist.

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