
Es ist Freitagabend in Karlsruhe-Durlach. Der Turmberg-Lift hat seinen Betrieb für heute eingestellt, und draußen legt sich die Dämmerung über die Reihenhäuser aus den Siebzigern. Irene sitzt im Nebenzimmer und liest; ich höre nur das gelegentliche Umblättern. Auf meinem Nussbaum-Schreibtisch brennt die alte Schreibtischlampe, und das A4-Ringbuch liegt aufgeschlagen neben der Tastatur. Ich habe die Installationsdatei von EasyRadionik vor mir. Bevor ich aber auf 'Ausführen' klicke, greife ich zum Druckbleistift. Gewohnheit aus 32 Jahren Signaltechnik bei Siemens: Erst wird das Lastenheft der Hardware gegen die Anforderungen der Software geprüft. Ein System ist nur so stabil wie seine schwächste Komponente.
Bestandsaufnahme: Die Hardware-Prüfung am Nussbaum-Schreibtisch
Mitte März habe ich angefangen, die technischen Spezifikationen der Radionik-Programme systematisch zu erfassen. Mein Ziel war es, herauszufinden, ob mein ausgemusterter Siemens-Laptop oder unser Heim-PC für die Begleitung von Irenes Fibromyalgie ausreicht. Ich bin kein Mediziner und auch kein Esoteriker, sondern ein Ingenieur im Ruhestand. Wenn die Neurologin sagt, wir sollen 'abwarten und uns bewegen', dann bewege ich eben Daten, um das System zu verstehen. Ich habe die CPU-Taktfrequenz in meine Tabelle eingetragen, während das vertraute Kratzen meines Druckbleistifts auf dem karierten Papier das einzige Geräusch im Raum war.
Die Software EasyRadionik ist, technisch betrachtet, eine Datenbankanwendung auf Basis des .NET Frameworks. Das bedeutet für uns: Wir brauchen eine saubere Windows-Umgebung. Ich habe mir die Mühe gemacht, die Modulstunden der Einführungsvideos (insgesamt 4,5 Stunden Material) gegen die Hardware-Empfehlungen zu halten. Bei einem Preis von etwa 15 Euro pro Modulstunde im Basiskurs erwarte ich eine Dokumentation, die über 'wird schon laufen' hinausgeht.

Die harten Fakten: Betriebssystem und Arbeitsspeicher
Die Messgrößen sind eindeutig. Als Betriebssystem-Standard wird Windows 10 oder Windows 11 vorausgesetzt. Wer noch mit Windows 7 arbeitet, riskiert Inkonsistenzen bei der Datenbank-Anbindung. Das ist wie bei einer Regionalbahn-Steuerung: Veraltete Relais führen zu Signalfehlern. Mein alter Laptop hat 4 GB RAM, was laut Dokumentation das absolute Arbeitsspeicher Minimum darstellt. In der Pfingstwoche habe ich einen Belastungstest gemacht. Wenn im Hintergrund der Browser mit 15 Tabs offen ist, fängt das System an zu 'paged', also Daten auf die Festplatte auszulagern. Das führt zu Latenzen, die wir in der Radionik nicht gebrauchen können.
Die Bildschirmauflösung sollte mindestens 1024 x 768 Pixel betragen. Das klingt nach dem Standard von vor zehn Jahren, ist aber bei spezialisierten Windows-Forms-Anwendungen oft kritisch, damit die Eingabemasken für die 'Raten' nicht abgeschnitten werden. Ich habe das im April mit einer Lupe am Monitor kontrolliert — die Interface-Schritte sind logisch aufgebaut, aber bei geringer Auflösung verliert man die Übersicht im Glossar, das immerhin über 200 Fachbegriffe umfasst.
Der Rechenkern: Warum CPU-Latenz wichtiger ist als Grafikpower
Hier kommt mein technischer Einwand, den viele Laien übersehen. Entgegen der gängigen Meinung benötigen moderne Radionik-Systeme keine High-End-Grafikkarte. Es wird hier kein 'Cyberpunk' gerendert. Vielmehr profitieren diese Programme maßgeblich von einer niedrigen Latenzzeit bei der CPU-Taktung. Warum? Die Software prozessiert umfangreiche Datenbanken mit numerischen 'Raten'. Wenn das System die Signale einer Regionalbahn steuern kann, wird es wohl auch mit ein paar Datenbank-Abfragen für die Gesundheit fertig — dachte ich mir jedenfalls. Aber die Präzision der Signalverarbeitung hängt am konstanten Takt. Ein überhitzter Prozessor, der den Takt drosselt, ist für die Analyse-Algorithmen kontraproduktiv.

Schnittstellen und Peripherie: Der USB-Flaschenhals
Ein kritischer Punkt in meinem Ringbuch ist der Schnittstellen-Standard USB 2.0. Das klingt trivial, ist es aber nicht. Falls man später externe Hardware-Module wie Eingabebecher oder Ausgangswaben anschließen möchte, benötigen diese oft eine stabile serielle Emulation über USB. Vor etwa drei Wochen habe ich im Forum gelesen, dass billige USB-Hubs hier die Kommunikation unterbrechen können. Wer also wie ich plant, Irenes Werte systematisch zu erfassen, sollte den PC direkt mit der Hardware verbinden, ohne drei Verteiler dazwischen.
Ich habe mir die Installationsroutine von EasyRadionik genau angesehen. Es sind 14 Interface-Klicks bis zum ersten Start der Datenbank. Das ist akzeptabel. Was mir jedoch fehlte, war ein klarer Hinweis auf die Datensicherung der eigenen Analysen. Als Ingenieur sichere ich meine Berichte dreifach. In einem der Videos (Modul 2, Zeitstempel 12:45) wird zwar kurz auf die Speicherung eingegangen, aber die technische Pfadverwaltung bleibt schwammig. Das Modul habe ich nach 12 Minuten abgebrochen, weil der Sprecher sich in philosophischen Ansätzen verlor, statt den Speicherort der SQL-Lite-Datei zu nennen.
Zwischenbilanz und Methodik
Irene kam gestern kurz ins Arbeitszimmer, sah auf meine Tabellen und fragte trocken: "Karl-Heinz, baust du wieder ein Stellwerk oder willst du nur das Programm installieren?" Ich habe nur genickt. Sie nimmt ihre Fibromyalgie-Diagnose tapfer, aber ich merke, dass sie von der Arzt-Odyssee der letzten zwei Jahre erschöpft ist. Wenn ich ihr durch eine saubere technische Umgebung helfen kann, die Radionik-Anwendungen ohne Abstürze zu nutzen, dann ist das mein Beitrag. Es ersetzt keinen Besuch in der Rheuma-Ambulanz — das ist uns beiden klar —, aber es ist ein Werkzeug zur Datenstrukturierung.
Wer sich unsicher ist, welches Programm er überhaupt wählen soll, dem empfehle ich meine Notizen dazu, welche Radionik Software kaufen für den Einstieg am sinnvollsten ist. Da habe ich die Lizenzkosten pro Jahr gegen die Hardware-Anforderungen aufgerechnet.

Fazit der Hardware-Analyse
Zusammenfassend lässt sich aus ingenieurmäßiger Sicht sagen: Die Hardware-Hürden für EasyRadionik sind niedrig, aber die Stabilität muss durch Wartung erkauft werden. Ein zugemülltes Windows-System wird bei der Analyse der Raten-Datenbanken keine Freude bereiten. Ich habe für mich folgende Checkliste in das Register 'Hardware' meines A4-Ordners eingetragen:
- Prozessor: Stabiler Takt (Low Latency) wichtiger als Kern-Anzahl.
- RAM: 4 GB sind die Untergrenze, 8 GB sind die Empfehlung für flüssiges Arbeiten.
- USB: Direkte Ports nutzen für spätere Hardware-Erweiterungen.
- Software-Umgebung: Aktuelles .NET Framework und Windows-Updates.
Ich bin kein Arzt und gebe hier keine Heilversprechen ab. Ich dokumentiere lediglich die technischen Abnahmebedingungen für ein Software-System. Ob die Radionik Irene langfristig hilft, wird die Zeit zeigen. Aber zumindest wird es nicht an einem Bluescreen scheitern, weil die Hardware nicht passt. In meinem nächsten Bericht werde ich mich damit beschäftigen, wie die MeineRadionik Software Funktionen zur Begleitung bei Fibromyalgie im direkten Vergleich abschneiden. Jetzt mache ich den Rechner aus, trinke meinen Tee aus der SC-Karlsruhe-Tasse leer und schaue noch eine Runde mit Irene fern. Der Turmberg-Liftschacht ist jetzt komplett im Dunkeln verschwunden.