Feldklang

MeineRadionik Software: Funktionen zur Begleitung bei Fibromyalgie im Test

MeineRadionik Software im Test: Funktionen zur Fibromyalgie-Begleitung und Datenanalyse im Überblick

Sieben Klicks trennen den Programmstart der MeineRadionik-Software von der ersten Datenbankabfrage. Wer sich mit Radionik-Software zur Fibromyalgie-Begleitung beschäftigt, liest eine Zahl wie diese gern als Qualitätssiegel: viele Klicks, viele Module, viel Substanz. Genau das ist der Irrtum, dem ich als Karlsruher mit einer Taschenrechner-Gewohnheit und einer Frau, die mit Fibromyalgie lebt, immer wieder begegne. Eine Softwarefunktion ist kein Beleg. Sie ist ein Feld, das erst durch eigene Datenanalyse gefüllt werden muss – mit allem, was das an Aufwand bedeutet.

Der Irrtum bei Radionik-Software: Eine Rate ist kein Messwert

Bei Siemens Mobility haben wir Systeme nach dem Safety Integrity Level zertifiziert – eine Kennzahl war dort erst etwas wert, wenn eine Toleranzkette und eine Abnahmebedingung dahinterstanden. Die MeineRadionik-Software liefert diese Rückverfolgbarkeit nicht. Sie liefert Eingabefelder, in denen jemand eine Rate einträgt, ein Ergebnis abliest und daraus schließt, was er will. Das ist an sich kein Betrug, aber auch keine Messung im technischen Sinn. Wer glaubt, eine höhere Modulzahl oder eine umfangreichere Raten-Datenbank mache das Ganze objektiver, verwechselt Funktionsumfang mit Kalibrierung. Wie diese Raten in einer größeren Datenbank sortiert und verglichen werden, ist ein eigenes Thema, das an anderer Stelle ausführlicher behandelt wird.

Für Irenes Fibromyalgie ändert diese Unterscheidung nichts an der Diagnose. Sie ändert nur, wie ich mit den Ausgaben der Software umgehe – als Rohdaten, die noch eingeordnet werden müssen, nicht als fertiges Urteil. Wie genau ihre Diagnose überhaupt zum Auslöser dieser ganzen Software-Recherche wurde, ist an anderer Stelle ausführlicher beschrieben; hier geht es nur darum, was von dieser Recherche als brauchbares Werkzeug übrig bleibt. Bevor Radionik-Angebote überhaupt ins Spiel kamen, hatte sie psychosomatische Beratung ausprobiert – zwei Termine, dann kam ein Wechsel der Krankenkasse dazwischen, und die Reihe wurde nicht fortgesetzt. Das ist kein Vorwurf an die Beratung, nur eine Randnotiz zu dem, was vorher schon versucht wurde.

Was zeigen die Interface-Klicks wirklich?

Die sieben Klicks vom Programmstart bis zur ersten Datenbankabfrage sagen etwas über die Benutzerführung, nicht über den Inhalt. Ein Modul umfasst rund ein Dutzend Video-Tutorials, und die Benutzeroberfläche wirkt nüchtern, fast wie ältere Windows-Anwendungen aus meiner aktiven Zeit – keine Animationen, nur Datenfelder. Im Video zu den sogenannten „geistigen Ursachen" bin ich bei Minute 08:14 ausgestiegen, weil die Argumentation dort ohne nachvollziehbare Herleitung blieb; eine Kausalkette, die ich anerkennen könnte, hat sich mir nicht erschlossen. Wie man Radionik Erfahrungen bei chronischen Schmerzen systematisch dokumentieren kann, entscheidet sich genau an solchen Details der Bedienung, nicht an der Werbung auf der Verkaufsseite.

Radionik-Software Testprotokoll: Frequenzwerte werden von Hand in ein Register für die Fibromyalgie-Begleitung eingetragen

Funktionsumfang ist kein Qualitätsmerkmal

Ein Modul mit rund einem Dutzend Videos wirkt zunächst nach viel Material. Wie sich der Preis pro Modulstunde zwischen den Anbietern unterscheidet, rechne ich an anderer Stelle im Detail vor – hier reicht die Feststellung, dass mehr Stunden nicht automatisch mehr Erkenntnis bedeuten. Eckhard Piesker, ein Kontakt aus Irenes Selbsthilfe-Netzwerk, hat mir das aus einer ganz anderen Richtung bestätigt: Er hat keinen leistungsstarken Breitbandanschluss, und für ihn ist die Offline-Fähigkeit einer Software das eigentliche Kaufkriterium – nicht die Zahl der Module. Lizenzmodelle und Update-Rhythmus der Anbieter unterscheiden sich hier spürbar, aber das ist wieder ein eigenes Kapitel.

Edelgard Neufang, eine Bekanntschaft aus Irenes Recherche-Umfeld, geht das anders an. Sie schreibt zu jeder Methode genau eine Moderationskarte, nie mehr – ein Verfahren, das mit meinem vollen Ringbuch-Register kaum etwas gemein hat und trotzdem zu ähnlichen Schlüssen kommt wie meine Tabellen. Der Funktionsumfang einer Software sagt wenig darüber, ob sie zu der Art passt, wie jemand ohnehin schon Informationen verarbeitet. Ob ein Videokurs oder direkt die Software der bessere Einstieg ist, ist wiederum eine andere Abwägung, die hier nicht wieder aufgerollt wird. Radionik wird zudem oft mit Bioresonanz verwechselt, obwohl beides unterschiedliche Ansätze sind, und wer stattdessen an eine reine Zahlen-Code-Methode denkt, bewegt sich ohnehin in einem angrenzenden, aber anderen Themenfeld, das hier bewusst nicht vertieft wird.

MeineRadionik Software Interface mit Datentabellen am Bildschirm, Datenanalyse-Werkzeug neben dem Taschenrechner

Der Abgleich mit dem Schmerztagebuch

Die Software erlaubt den Export der Frequenz-Logs als CSV-Datei. Über diese Tabelle habe ich Irenes handschriftliches Schmerztagebuch gelegt, Zeile für Zeile, wie eine Gegenprüfung zwischen zwei unabhängigen Messreihen. Kein Modul hat den Schmerz gezielt reduziert – so funktioniert das nicht, und so sollte niemand an diese Software herangehen. Häufiger fielen Module zur allgemeinen Entspannung mit ruhigeren Tagebucheinträgen zusammen als Module, die direkt auf Schmerzreduktion zielten. Das ist keine Kausalität, nur eine Korrelation in einer Stichprobe von genau einer Person.

Ringbuch-Reiter, wie ich sie für jedes Modul anlege, haben oft lange eine leere rechte Spalte – die Spalte, in die nicht meine Zahlen gehören, sondern Irenes Rückmeldung. Genau dort liegt die eigentliche Arbeit, und keine Software füllt diese Spalte von selbst. Irene hat einmal beiläufig gesagt, ein bestimmter Abend habe sich ruhiger angefühlt als sonst – kein Beleg, keine Diagnose, nur eine einzelne Bemerkung, die ich so notiert habe, wie sie fiel. Wer sich vor dem Kauf ohnehin fragt, wie sich die Programme im Detail unterscheiden, findet dazu die Funktionen von EasyRadionik und MeineRadionik im direkten Vergleich für Anfänger.

Blick aus dem Fenster auf den Karlsruher Turmberg in der Abenddämmerung, Pause während des Radionik-Software Tests zur Fibromyalgie-Begleitung

Fazit für die Fibromyalgie-Begleitung: Werkzeug, kein Urteil

Wer vor dem Kauf einer Radionik-Software steht, sollte weniger auf die Zahl der Module und mehr darauf achten, ob sich die Ausgaben exportieren und gegen etwas Eigenes – ein Tagebuch, eine eigene Tabelle, eine zweite Meinung – gegenprüfen lassen. Genau das ist die praktische Konsequenz aus dem eingangs beschriebenen Irrtum: Funktionsumfang ersetzt keine Kalibrierung, und eine Rate ersetzt keinen Befund. Diese Software ist für mich kein Heilmittel und auch kein Ersatz für die Rheuma-Ambulanz oder die Neurologin. Sie ist ein Rahmen, der mir als Ehemann hilft, nicht hilflos danebenzustehen, wenn es Irene schlechter geht – mehr Anspruch sollte niemand an so ein Programm stellen, und wer diesen Anspruch trotzdem hat, wird enttäuscht.

Verwandte Artikel