Feldklang

MeineRadionik Software: Funktionen zur Begleitung bei Fibromyalgie im Test

MeineRadionik Software: Funktionen zur Begleitung bei Fibromyalgie im Test

Es ist Freitagabend in Karlsruhe-Durlach, und während Irene im Nebenzimmer vor dem Fernseher sitzt, kratzt mein Lamy-Füller über das 80g/m²-Papier meines A4-Ringbuchs. Der Blick aus dem Fenster streift den Turmberg-Liftschacht, der bei 256 Metern Höhe in der Dämmerung verschwindet. Ich übertrage die Frequenzwerte aus der MeineRadionik Software in mein Register. Nach 32 Jahren bei Siemens Mobility in der Signaltechnik, wo wir Systeme nach dem Safety Integrity Level 4 (SIL 4) zertifiziert haben, fällt es mir schwer, ein System wie die Fibromyalgie meiner Frau ohne sauberes Lastenheft zu akzeptieren. Wenn die Neurologin sagt 'Abwarten', fange ich an zu messen.

Das System-Setup: Von der Signaltechnik zur Radionik-Datenbank

Seit Mitte April teste ich die MeineRadionik Software systematisch als Begleitwerkzeug für Irenes Zustand. Mein Ansatz ist rein beobachtend. Ich habe die Software auf meinem alten Arbeitsrechner installiert – sieben Interface-Klicks vom Start bis zur ersten Datenbankabfrage, das ist effizient. Die Benutzeroberfläche erinnert an ältere Windows-NT-Anwendungen, was mir als Ingenieur entgegenkommt: keine unnötigen Animationen, nur Datenfelder. Ich habe angefangen, die Fibromyalgie (ICD-10 M79.7) wie eine fehlerhafte Gleisfreimeldeanlage zu behandeln. Es gibt 18 Tender Points, die klinisch relevant sind, und diese habe ich als Parameter in meine eigene kleine Regressionsanalyse aufgenommen.

Detailaufnahme einer Hand, die Frequenzwerte mit einem Füller in ein strukturiertes Register einträgt.

Ich bin kein Arzt oder Heilpraktiker, sondern ein pensionierter Entwicklungsingenieur mit einer Taschenrechner-Gewohnheit. Bevor du solche Software kaufst, solltest du wissen: Das ersetzt keine Rheuma-Ambulanz und keinen Besuch bei der Neurologin. Ich sehe das Programm als ein Framework zur Strukturierung. In den ersten drei Wochen der Dateneingabe habe ich täglich etwa 20 Minuten investiert, um Irenes subjektives Schmerzempfinden gegen die Radionik-Raten zu prüfen. In dieser Zeit habe ich auch gelernt, wie man Radionik Erfahrungen bei chronischen Schmerzen systematisch dokumentieren kann, um nicht im Ungefähren zu fischen.

Modul-Analyse und Interface-Kritik

Die Software bietet verschiedene Analyse-Module. Im Testzeitraum von Mitte April bis Ende Juni habe ich mich auf die Hauptdatenbank konzentriert. Ein Modul umfasst etwa 12 Video-Tutorials. Wenn man den Preis pro Modulstunde auf etwa 14 Euro herunterrechnet, ist das im Vergleich zu technischen Fortbildungen bei Siemens moderat. Allerdings gab es Momente, in denen ich ausgestiegen bin. Im Video zu den 'Geistigen Ursachen' bei Zeitstempel 08:14 habe ich abgebrochen. Die dortige Beweisführung war mir zu unpräzise und entbehrte jeglicher logischer Herleitung. Als Ingenieur brauche ich eine Kausalkette, keinen philosophischen Exkurs.

Software-Interface mit Datentabellen auf einem Monitor neben einem Taschenrechner.

Trotzdem bietet das Tool interessante Exportfunktionen. Ende Juni entdeckte ich, dass ich die Frequenz-Logs als CSV exportieren kann. Ich habe diese Daten über Irenes handschriftliches Schmerztagebuch gelegt. Dabei fiel mir etwas auf, das gegen die gängige Esoterik-Rhetorik spricht. In der Radionik-Community wird oft versucht, den Schmerz direkt zu 'behandeln'. Mein Test hat jedoch gezeigt: Die gezielte Vernachlässigung des Schmerzfokus in der Frequenzanalyse führte bei Irene zu einer stabileren vegetativen Entspannung. Anstatt nach 'Schmerzreduktion' zu suchen, habe ich Module für 'Parasympathikus-Aktivierung' priorisiert. Irene sagte an einem schwülen Freitagabend: 'Heute fühlt es sich weniger nach Gewitter in den Gelenken an.' Das ist kein Messwert nach DIN-Norm, aber für mich eine relevante Beobachtung.

Daten-Overlay: Wenn das Muster sichtbar wird

Ein interessanter Aspekt der MeineRadionik Software ist die Möglichkeit, eigene Raten-Listen anzulegen. Ich habe die 18 klinischen Schmerzpunkte als eigene Datenbank hinterlegt. Das Interface erlaubt hier eine schnelle Zuordnung. Wer sich unsicher ist, welches Programm das richtige ist, kann sich den Funktionen von EasyRadionik und MeineRadionik im direkten Vergleich für Anfänger ansehen, da gibt es deutliche Unterschiede in der Handhabung der Datenbanken.

Ich habe mir oft gedacht: Wenn ich eine Regionalbahnstrecke sicherheitstechnisch abnehmen kann, sollte ich auch in dieser Software eine Korrelation finden, die Irene hilft. Die Lernkurve ist steil, aber für jemanden, der Lastenhefte lesen kann, machbar. Das Glossar umfasst etwa 45 Seiten PDF-Dokumentation, was ich als ordentlich empfinde, auch wenn einige Begriffe eher aus der Metaphysik als aus der Physik stammen. Ich ignoriere die Metaphysik und konzentriere mich auf die statistische Häufung der Ergebnisse.

Blick aus dem Fenster auf den Karlsruher Turmberg in der Abenddämmerung.

Fazit nach vier Monaten Testlauf

Nach gut vier Monaten – von den ersten Frühlingswochen bis zum Sommerbeginn 2026 – ist mein A4-Ringbuch fast zur Hälfte gefüllt. Die MeineRadionik Software ist für mich kein Heilmittel, sondern ein Analyse-Werkzeug. Sie bietet einen strukturierten Rahmen, der mir als Ehemann hilft, nicht nur hilflos danebenzustehen, wenn Irene einen 'Flare' hat. Wir haben die Software-Anwendung fest in unseren Tagesablauf integriert, meistens nach dem Abendessen, wenn der Turmberg draußen schon fast im Dunkeln liegt.

Es ist wichtig, methodische Skepsis zu wahren. Ich habe keine klinischen Belege, nur meine Messreihen. Wenn etwas in einem Modul funktioniert hat, wie die Entspannungs-Frequenzen im Mai, dann notiere ich das als 'positiven Messwert'. Wenn ein Modul nach 10 Minuten nur aus vagen Versprechungen besteht, vermerke ich das als 'Systemfehler'. Am Ende ist es wie bei der Bahn: Die Sicherheit kommt durch Redundanz und ständige Prüfung. Wer eine rein technische Lösung für ein medizinisches Problem sucht, wird enttäuscht werden. Wer aber ein System sucht, um Daten zu sammeln und Muster zu erkennen, findet in dieser Software eine brauchbare Basis. Ich werde die Notizen weiter ins Reine schreiben – mit meinem Lamy, ganz analog, als Gegenpol zum digitalen Frequenz-Wirrwarr.

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