Feldklang

Radionik Software für Mac und Windows: Welche Programme laufen im Browser?

Radionik Software für Mac und Windows im Browser-Vergleich: Laptop und Tablet nebeneinander auf einem Schreibtisch in Karlsruhe

Die alte .exe-Datei aus den frühen Zweitausendern lässt sich auf keinem Gerät im Haus mehr starten – nicht auf dem Mac, nicht auf dem alten Windows-Rechner. Genau deshalb vergleiche ich seit einigen Wochen systematisch, welche Radionik-Software als reine Browser-Anwendung läuft, und was das für einen Anwender in Karlsruhe bedeutet, der im Alltag zwischen Mac, Windows und Tablet hin- und herwechselt. Mac-Windows-Vergleiche klingen nach Bastelkram, sind bei uns zuhause aber eine echte Frage: Irene braucht ein Programm, das genauso gut in der Rheuma-Ambulanz auf dem iPad läuft wie am Küchentisch auf dem MacBook.

Warum ein Reihenhaus in Durlach überhaupt eine Browser-Lösung braucht

Der Auslöser für die ganze Vergleichsserie war Irenes Diagnose im Januar 2023 – wie es dazu kam, habe ich an anderer Stelle ausführlicher aufgeschrieben. Nach 32 Jahren in der Signaltechnik bei Siemens Mobility, wo wir Systeme gebaut haben, die über Jahrzehnte und über mehrere Hardware-Generationen hinweg funktionieren mussten, ist mir jede Inkompatibilität ein Dorn im Auge. Ruprecht Kämmerer, mit dem ich damals am Standort Rheinhafen die Umstellung auf digitale Abnahmeprotokolle verantwortet habe, schreibt bis heute jede Einkaufsliste von Hand – als ich ihm von der Browser-Lösung erzählte, hat er nur den Kopf geschüttelt. Emulatoren und virtuelle Maschinen habe ich mittlerweile satt. Wenn die Software im Browser läuft, ist das Betriebssystem erst einmal zweitrangig. Zumindest in der Theorie.

Multimodale Schmerztherapie stand für Irene lange auf dem Plan – acht Monate Warteliste, dann kurzfristig abgesagt. Das war der Punkt, an dem wir angefangen haben, uns nach ergänzenden Beobachtungswerkzeugen umzusehen, nicht als Ersatz, sondern als etwas, das die Wartezeit sinnvoll füllt. Programme wie MeineRadionik setzen genau hier an: Bei Software as a Service ist ein Zugriff von überall möglich, ohne Installation auf jedem einzelnen Gerät.

Nahaufnahme eines Laptops mit Radionik-Software als Browser-Anwendung neben einem handgeschriebenen Register-Ringbuch

Läuft die Radionik-Software als Browser-Anwendung überhaupt noch – auf irgendeinem Gerät?

Moderne Browser-Anwendungen nutzen den HTML5-Standard in der Version 5.0, ein Parameter, den ich als Ingenieur sofort einordnen kann. Grafiken, Datenbankabfragen und selbst Audio-Frequenzen werden ohne Plugins wie das inzwischen begrabene Flash direkt gerendert. Für die Sicherheit sorgt eine AES-Verschlüsselung mit 256 Bit Tiefe, derselbe Standard, den wir früher bei sicherheitskritischen Diagnosedaten im Bahnbetrieb vorausgesetzt haben. Welche Raten-Datenbank die Software dahinter mitbringt, ist ein eigenes Thema, das ich an anderer Stelle durchgehe – hier zählt nur, ob das Programm überhaupt startet.

Bei der alten, installierten Windows-Software brauchte ich früher bis zu 12 Klicks bis zum ersten Start, samt Bestätigung von Administratorrechten. Bei der Browser-Lösung sind es 4: Browser öffnen, Lesezeichen wählen, Login, Start. Die Ladezeit des Interface liegt bei rund 2,4 Sekunden über eine stabile DSL-Leitung, und bis zur eigentlichen Raten-Auswahl braucht es 3 Ebenen im Menü – wie die einzelnen Schritte dort im Detail aussehen, habe ich in einem separaten Vergleich der beiden Programme durchgekaut. Das integrierte Glossar bringt knapp 120 Fachbegriffe mit, was für den Einstieg solide ist, auch wenn ein gutes Dutzend Begriffe ohne klare Definition bleibt.

Ottfried Bömmel, ein Mitleser aus dem Forum, hat mir letzte Woche geschrieben, dass er das Interface lieber im Browser nutzt – auch wenn er von den Modulen seines Kurses bislang nur einen Bruchteil durchgearbeitet hat. Ob man besser mit einem Videokurs oder direkt mit der Software einsteigt, ist wieder eine andere Abwägung. Was ein Kurs am Ende pro Modulstunde kostet, rechne ich an anderer Stelle im Detail durch.

Ein Füllfederhalter liegt auf technischen Notizen zum Mac-Windows-Vergleich von Software-Latenz und Web-Standards

Die Latenz-Falle im Browser

An diesem Punkt dämpft mein beruflicher Hintergrund die esoterische Begeisterung etwas. In der Radionik geht es um Schwingungen und Informationen, angeblich um eine unmittelbare Verbindung. Als Entwicklungsingenieur weiß ich: Ein Browser ist eine zusätzliche Abstraktionsschicht. Das Signal läuft vom Server über diverse Knotenpunkte, wird im Cache zwischengespeichert und erst dann ausgegeben – Latenzzeiten sind variabel, das TCP/IP-Protokoll kümmert sich nicht um feinstoffliche Präzision. Es ist, als würde man ein hochpräzises Stellwerk über eine instabile Funkverbindung steuern: Es funktioniert meistens, aber die Fehlertoleranz steigt.

Modul 7 des Videokurses behauptete, Entfernung und Technik spielten keine Rolle, weil alles "im Feld" geschehe. Bei Minute 9:40 habe ich abgebrochen, die Begründung war mir zu schwammig. Den Unterschied zwischen Radionik und Bioresonanz spare ich mir an dieser Stelle bewusst, das ist ein eigener Vergleich für sich. Als ich die beiden Bildschirme nebeneinanderschob, um die Ladezeiten direkt zu vergleichen, spürte ich die kühle Rückseite des einen Monitors am Handrücken, bevor ich überhaupt richtig hingeschaut hatte.

Vergleich zwischen einem alten Windows-Laptop und einem modernen MacBook auf einem Holztisch, Testaufbau für den Mac-Windows-Vergleich

Vier Wochen später: Was das Ringbuch zeigt

Freitagabends gehört der Schreibtisch mir allein – kein Fernseher läuft, keine Unterbrechung. Das Ringbuch mit den Leder-Registern liegt rechts neben dem Laptop, gut ausgeleuchtet von der Lampe auf Stufe 3, der Taschenrechner griffbereit neben dem Stiftehalter aus Metall. Seit rund zwei Jahren vergleiche ich auf diese Weise Kurse und Software, und die vierte Wochenübersicht war die erste, bei der die rechte Spalte einen leichten, aber messbaren Trend zeigte. Vor ein paar Tagen hat Irene das Ringbuch aufgeschlagen, ist bis zu genau dieser Übersicht geblättert, hat kurz genickt und es wortlos wieder auf den Stapel gelegt.

Nachmittags war sie mit einer Freundin eine Runde durch die Günther-Klotz-Anlage gegangen, das tut ihr an besseren Tagen gut. Wer, wie Irene, zwischen Mac am Küchentisch und Tablet auf dem Sofa wechselt, wird die Cloud-Lösung ohnehin vorziehen – die lokale Software auf meinem alten ThinkPad reagiert zwar spürbar "snappier", ohne die Gedenksekunde beim Nachladen von Datenbank-Raten, aber sie bleibt an ein einziges Gerät gebunden. Wie die Lizenzmodelle und Updates der einzelnen Anbieter im Detail aussehen, ist wieder ein eigenes Kapitel.

Blick aus dem Küchenfenster auf den beleuchteten Turmberg in Karlsruhe-Durlach am Abend nach dem Software-Vergleich

Wer stattdessen an Zahlen-Codes im numerologischen Sinn interessiert ist, ist bei diesem Vergleich falsch – das ist ein angrenzendes, aber anderes Thema als der Software-Vergleich hier. Ich bin kein Arzt und kein Heilpraktiker, sondern ein pensionierter Ingenieur, dessen Frau chronische Schmerzen hat. Wenn Irene sagt, die Arbeit mit den Symbolen am Bildschirm helfe ihr, dokumentiere ich das als Beobachtungswert in einer bestimmten Woche, nicht als allgemeingültige Aussage. Technische Hürden dagegen kann ich beurteilen: Eine Software, die auf dem Mac nicht startet, erhöht nachweislich den Stresspegel, und Stress ist bei Fibromyalgie bekanntlich kontraproduktiv. Im verlinkten MeineRadionik oder EasyRadionik: Systemvergleich von Cloud und Desktop Software gehe ich auf die beiden Philosophien noch einmal ausführlicher ein.

Fazit der technischen Abnahme

Fast alle modernen Anbieter ziehen inzwischen Richtung Browser nach. Die Wartungsfreiheit überwiegt für die meisten Privatanwender die theoretischen Bedenken zur Signalpräzision. In meinem Ringbuch steht für die browserbasierten Lösungen eine Bewertung von 4 von 5 Zahnrädern, ein Punkt Abzug für die Abhängigkeit von einer stabilen Internetverbindung. Streikt der Router im Reihenhaus, ist es vorbei mit der Analyse, ganz gleich wie gut das Interface sonst ist.

Die Lehre für mich nach diesen Wochen: Bei einem Beobachtungsprojekt wie diesem zählt am Ende nicht, wie feinstofflich sauber eine Technik theoretisch arbeitet, sondern wie wenig Reibung sie im Alltag erzeugt – denn nur ein Werkzeug, das man tatsächlich benutzt, liefert überhaupt Daten. Radionik ersetzt keinen Besuch bei der Neurologin oder in der Rheuma-Ambulanz. Wir halten uns an den Plan, den Irenes Ärzte entworfen haben, die Software bleibt ein ergänzendes Datenprojekt und kein Ersatz für eine evidenzbasierte Schmerztherapie. Wer in Software investieren will, sollte seine Beschwerden vorher medizinisch abklären lassen – ohne gültiges Zertifikat fährt bei uns in der Bahntechnik schließlich auch kein Fahrzeug.

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