Feldklang

Signaltechnik und Schwingungsfelder: Warum ich als Ingenieur die Radionik-Systeme im Detail seziert habe

Signaltechnik und Schwingungsfelder: Warum ich als Ingenieur die Radionik-Systeme im Detail seziert habe

Statusbericht: Freitagabend am Nussbaum-Schreibtisch

Freitagabend, 20:15 Uhr. Das Klacken der Turmberg-Bahn dringt gedämpft durch das geschlossene Fenster meines Arbeitszimmers in Durlach. Ein vertrautes Geräusch, fast so rhythmisch wie die Relais-Schaltungen, die ich drei Jahrzehnte lang am Rheinhafen betreut habe. Vor mir liegt mein A4-Ringbuch mit Registereinteilung, daneben eine abgegriffene Karlsruhe-SC-Tasse mit abgekühltem Schwarztee. Ich schlage das Register für Modul 7 auf. Das raue Gefühl des Leinenrückens unter meinen Fingern beruhigt mich; es erinnert an die haptische Qualität alter Wartungshandbücher.

Hinweis: Dieser Bericht enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Verweise einen Kurs oder eine Software erwirbst, erhalte ich eine Provision — für dich bleibt der Preis unverändert. Ich dokumentiere hier ausschließlich Produkte, die ich selbst erworben und deren Module ich nach ingenieurmäßigen Kriterien geprüft habe. Meine vollständige Offenlegung ist unten verlinkt.

Ich bin kein Esoteriker. Ich bin ein 58-jähriger Pensionär, der 32 Jahre lang in der Signaltechnik bei Siemens Mobility gearbeitet hat. Wenn ein System unklar ist, sammelst du Daten. Das ist keine Überzeugung, das ist Gewohnheit. Als meine Frau Irene im Januar 2023 nach zwei Jahren Arzt-Odyssee die Diagnose Fibromyalgie erhielt, lieferte die Schulmedizin lediglich das Fazit: Abwarten und Schmerzmittel. Ein unbefriedigender Zustand für jemanden, der gewohnt ist, Fehlerprotokolle bis zur Ursache zurückzuverfolgen.

Die Versuchsreihe: Messgrößen und Prüflinge

Seit März 2024 untersuche ich alternative Ansätze. Nicht, weil ich plötzlich an Wunder glaube, sondern weil ich Irenes Schmerzkurve dokumentiere wie eine Belastungsreihe im Labor. Meine Recherche führte mich zu den Radionik-Angeboten auf DigiStore24. Zwischen dem 7. November 2025 und dem 17. April 2026 habe ich insgesamt 545 Euro investiert. Die Aufteilung erfolgte in drei Hauptkomponenten: 197 Euro für den Premium Videokurs, 179 Euro für die MeineRadionik Software und 169 Euro für EasyRadionik.

Mein Ansatz war rein methodisch. Ich behandle diese Kurse wie technische Prüflinge. Folgende Parameter wurden erfasst:

Die 14-Klick-Barriere: Ein Software-Labyrinth

Der Einstieg begann mit der MeineRadionik Software. Ich dachte: Wenn ich Züge sicher durch den Rheinhafen steuern kann, wird mich ein Schwingungs-Interface doch wohl nicht besiegen. Ich irrte mich. Ich versuchte drei Abende lang, die Software intuitiv zu bedienen, und scheiterte kläglich an der 14-Klick-Barriere, bevor ich den begleitenden Videokurs kaufte. Ohne Dokumentation war das System für mich nicht operationalisierbar.

Die Software verlangt Eingaben, die ohne theoretischen Unterbau wie Zufallswerte wirken. Der Klick-Effizienz-Verlust von 13 bedeutet in der Praxis: Man klickt sich durch Untermenüs, deren Kausalität sich einem analytischen Geist nicht sofort erschließt. Irene schüttelt im Nebenzimmer oft den Kopf über meine Excel-Tabelle ihrer täglichen Schmerzskala, aber sie nimmt den Tee an, den ich ihr bringe, während ich die sogenannten 'Raten' (Zahlenfolgen zur Zustandsbeschreibung) in das System einpflege. Es ist eine Form der Systempflege, die wir nun seit 23 Wochen betreiben.

Der Schaltplan: MeineRadionik Premium Videokurs

Um das Chaos zu strukturieren, erwarb ich den MeineRadionik Premium Videokurs. Mit 197 Euro ist es die teuerste Komponente, bietet aber mit rund 14 Stunden Videomaterial das notwendige Schaltbild. Die Modul-Einteilung ist logisch, auch wenn die pädagogische Aufbereitung gelegentlich Redundanzen aufweist.

Ich habe das Material mit dem 0.5mm Druckbleistift in mein Ringbuch übertragen. Dabei fielen mir deutliche Qualitätsunterschiede in der Informationsdichte auf:

Der Vorteil dieses Kurses liegt in der Etablierung einer Systematik. Radionik nutzt Zahlenfolgen, um Zustände in Informationsfeldern zu beschreiben. Das kommt meiner Taschenrechner-Gewohnheit entgegen. Es ist eine Art mathematische Abstraktion von Befindlichkeiten. Ob diese Felder physikalisch im Sinne der klassischen Elektrotechnik existieren, ist für meine Dokumentation zweitrangig — entscheidend ist, ob das System Irene eine Struktur gibt, mit der sie ihren Alltag besser bewältigen kann.

Redundanzprüfung: EasyRadionik im Vergleich

Als Gegenprobe habe ich EasyRadionik für 169 Euro getestet. Hier zeigt sich ein interessanter Komplexitätsindex von 2.0. Das Hauptmenü ist auf 7 Einträge reduziert (im Vergleich zu den 14 bei der Standard-Software). Für einen Ingenieur ist das eine Reduktion der Fehlerquellen, allerdings auf Kosten der Detailtiefe. Das Glossar umfasst lediglich 34 Einträge — für eine tiefgreifende Fehlerbaumanalyse ist das zu wenig. Die Featureliste überschneidet sich zu rund 80 Prozent mit dem größeren Bruder, was die Frage nach der Trennschärfe der Produkte aufwirft.

Zwischenbericht und Fazit der 23 Wochen

Wir befinden uns nun in der 23. Woche der Datenerfassung. Ich sehe die Radionik nicht als Heilmittel, sondern als ein Werkzeug zur Informationsstrukturierung. In meinem A4-Ringbuch stehen nun hunderte Einträge zu Irenes Wohlbefinden, korreliert mit den eingestellten Raten. Ein signifikanter Rückgang der Schmerzspitzen in Woche 14 und 19 ist dokumentiert, wobei ich als Ingenieur Messfehler erster Ordnung nie ausschließe.

Wer eine technische Affinität hat und sich nicht an der esoterischen Terminologie stößt, findet im Premium Videokurs das stabilste Fundament. Es ist kein Lastenheft im Siemens-Standard, aber es ist die bisher beste Dokumentation, die ich für dieses unklare System gefunden habe. Ich werde die Testreihe fortsetzen. Am nächsten Freitag schlage ich Modul 8 auf. Das Klacken der Turmberg-Bahn wird wieder zu hören sein, und ich werde meine Notizen ins Reine schreiben. Ordnung muss sein, besonders wenn das System keine klaren Antworten gibt.